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Das Prinzip
dieses Verfahrens
Thermisches Entgraten funkioniert nach einem
chemisch-physikalischen Prinzip. Hierbei wird Wärme
genutzt, die durch die Verbrennung einer geeigneten
Brennstoffmischung entsteht. Dieses Gemisch wird wie bei
Verbrennungsmotoren mit einer Zündkerze entflammt.
Mit der gewonnen Energie und dem Sauerstoff der
Brennstoffmischung werden Grate, Schlacken,
unbeabsichtiges Material an Bauteilkanten in Bohrungen
der Werkstücke entfernt. Vorhandene Gewinde werden durch
das Verfahren nicht angegriffen, da die Geometrie des
Gewindes selbst die Entgratung verhindert.
Für die Behandlung geeignete Materialien
Alle Werkstücke aus oxdierbarem Metall können mit dem
thermischen Entgratverfahren entgratet werden.
Bearbeitungsgrate an Werkstücken aus Gusseisen, Stahl,
Kupfer, Kupferlegierungen, Aluminium und
Aluminiumlegierungen, die noch keiner Wärmebehandlung
unterzogen wurden und frei von Fetten und Ölen sind,
werden entfernt. Eventuellle Wärmebehandlungen müssen
nach dem thermischen Entgraten ausgeführt werden. Im
Allgemeinen können Grate und Bearbeitungsrückstände bis
zu einer Dicke von 0,1 mm bei Aluminium und bis zu 0,3
mm bei Eisenwerkstoffen entfernt werden.
Nachbehandlung
Auf der Werkstückoberfläche schlägt sich beim
thermischen Entgraten eine Oxidschicht nieder. Diese
Oxidschicht muss anschließend entfernt werden. Bewährt
hat sich ein Beizprozess, der mit Zuhilfenahme von
Ultraschall den Werkstücken ihr unsprünglisches
Erscheinungsbild zurückgibt.
Vorteile des Verfahrens
Die Entgratqualität an Werkstücken, die thermisch
entgratet wurden, übertrifft die Ergebnisse eines jeden
mechanischen Entgratverfahrens. Nahezu alle
anspruchsvollen Montageunternehmen (z.B. große
Automobil- und Landmaschinenhersteller) setzen
thermisches Entgraten als Standardprozess ein.
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